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„Adventsimpfen“ und weitere Aktionen zum Coronaschutz geplant

Veröffentlicht am: 23.11.2021

Angesichts der deutlich steigenden Nachfrage nach Impfungen in Krefeld wird die Stadtverwaltung das Impfangebot in den kommenden Tagen weiter ausbauen. Die nächsten Schritte haben Stadtdirektor Markus Schön und Gesundheitsdezernentin Sabine Lauxen gemeinsam in der digitalen Corona-Pressekonferenz skizziert. So wird es erstmals am nächsten Wochenende ein „Adventsimpfen" begleitend zum Weihnachtsmarkt in Krefeld geben. Ein Impfbus der Stadtwerke Krefeld steht dazu auf dem Von-der-Leyen-Platz vor dem Krefelder Rathaus. Auch an den weiteren Adventswochenenden wird ein solches Angebot vorgehalten. Dazu plant die Stadt mehrere weitere Impf-Angebote, unter anderem auch mit weiteren Einrichtungen in Krefeld.

2G gilt für Freizeitbereich, 3G am Arbeitsplatz und im ÖPNV

Die Corona-Lage in Krefeld verschärft sich, berichtete Stadtdirektor Markus Schön. Der Corona-Krisenstab werde deshalb ab sofort wieder zweimal wöchentlich zusammenkommen, um die Lage zu besprechen. Auch in Krefeld wird ab Mittwoch die neue NRW-Corona-Schutzverordnung gelten, die das Land erlassen hat. Sie ist zu finden auf der Website https://www.land.nrw/corona. Unter anderem gilt demnach eine 2G-Regel - Personen müssen geimpft oder genesen sein - für den kompletten Freizeitbereich. 3G wiederum - Test, Impfung oder Genesenenbescheinigung - gilt am Arbeitsplatz und im öffentlichen Personennahverkehr. Neben dem Weihnachtsmarkt, wo 2G nach kommunaler Festlegung schon aktuell gilt, ist ein entsprechender Nachweis nun etwa auch im Krefelder Zoo vorzulegen. Markus Schön merkte in Bezug auf die Coronaschutzverordnung an, dass er es bedauerlich finde, dass das Land NRW auch jetzt noch nicht zur Maskenpflicht am Sitzplatz in den Schulen zurückkehre und Krefeld keine entsprechende Sonderregel erlaubt habe. „Es ist hochriskant, dass das Land keine Nachbesserungen für Kitas und Schulen macht." Der Stadtdirektor spricht sich zudem dafür aus, die Teilnahme an den Lolli-Pooltestungen in den Kitas zur Pflicht zu machen, um das Pandemiegeschehen kontrollieren zu können. Bisher basiert dieser Test auf Freiwilligkeit. „Die Kitas müssen gut durch den Winter kommen. Wir brauchen in den Kitas verpflichtende Testverfahren analog zu den Schulen", forderte Markus Schön.

Der Start des neuen Impfzentrums im Krefelder Seidenweberhaus am Montag ist aus Sicht der Stadtverwaltung erfolgreich verlaufen. „Dafür ein großes Lob an das gesamte Team. Wir haben in zwei Tagen den kompletten Umzug vom Stadthaus zum Seidenweberhaus gemanagt", sagte Sabine Lauxen. „Das war eine enorme Leistung aller Beteiligten." 368 Personen sind im Seidenweberhaus am Starttag insgesamt geimpft worden, darunter 94 Erstimpflinge, 37 Zweitimpflinge und 237 Booster-Impflinge. Eine Online-Terminbuchung auf www.krefeld.de/impftermin wird dringend allen Impflingen empfohlen. Die Stadtverwaltung hat aber versucht, am Montag am Impfzentrum auch solche Personen zu mit einer Impfung zu versorgen, die keinen Termin gebucht hatten. Priorität haben weiterhin die Terminbuchungen und Booster-Impflinge in den vulnerablen Gruppen. Für die erste Woche sollten in der Startphase zunächst rund 300 Termine täglich möglich gemacht werden, davon 200 über das Onlineportal. Der Starttag hat jedoch bereits gezeigt, dass mehr als 300 Termine händelbar sind. Am Mittwoch, 24. November, werden deshalb im Laufe des Tages neue Impftermine auf der Seite www.krefeld.de/impftermin freigeschaltet. Der Dienstag und Donnerstag ist mit Priorität für Booster-Impflinge reserviert, die zuvor angeschrieben worden waren. Um den Ablauf am Seidenweberhaus besser bewerkstelligen zu können, werden die Impflinge vor Ort in verschiedene Schlangen eingereiht: Personen mit Termin, Personen ohne Termin und Booster-Impflinge.

Krefeld richtet sich nach Erlasslage bei Booster-Empfehlung

Die Möglichkeit zur Booster-Impfung erfolgt in Krefeld weiterhin gemäß der aktuell geltenden Regelung der Auffrischungsempfehlung. Eine Auffrischungsimpfung soll nach derzeitigem Stand sechs Monate nach dem zweiten Impftermin erfolgen. Denjenigen, die einmal mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson geimpft wurden, wird die Auffrischungsimpfung allerdings bereits nach vier Wochen empfohlen. Eine Booster-Impfung schützt vor schweren Verläufen, schützt aber auch andere Menschen.

Sabine Lauxen merkte an, dass sich die auf Bundesebene angekündigte Rationierung des Biontech-Impfstoffs konkret vor Ort auswirkt. So konnte Krefeld in dieser Woche nur 170 Vials Biontech und 120 Vials Moderna bestellen. Die Zahl an Impfungen ist durch diese Limitierungen begrenzt. „Wir haben derzeit nur für 500 Impfungen pro Tag ausreichend Impfstoff." Sie betonte auch, dass es bei den beiden mRNA-Impfstoffen Biontech und Moderna nach Darstellung der Experten keine Qualitätsunterschiede gebe.

Die Krefelder Gesundheitsdezernentin ging auch auf weitere Impfangebote ein, die Krefeld derzeit vorbereitet: Die zeitliche Ausweitung des Angebotes im Seidenweberhaus ist in Vorbereitung. Dafür müssen weitere Impfärzte gewonnen werden. Die Stadt wird die Finanzierung nun beim Land NRW beantragen. Auch zusätzliches Impfen im Impfzentrum sonntags soll möglich gemacht werden. Dieser Termin könnte für die Kinderimpfungen reserviert werden, wenn diese in Kürze möglich sein werden. In Kooperation mit Dritten soll es ferner in Kürze ein großes Impfangebot geben, das einen schnellen Schutz für breite Bevölkerungsgruppen sicherstellt. „Details werden wir zeitnah bekannt machen können", teilte Sabine Lauxen mit. Im Impfzelt am Stadthaus wird es Sonder-Impftermine für bestimmte Berufsgruppen wie Kita-Personal und Lehrer, den Rettungsdienst und Mitarbeitende aus dem Konzern Stadt beispielsweise im Außendienst geben.