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Machbarkeits- Studie zur Entomologischen Sammlung im Stadtbad

Veröffentlicht am: 18.08.2023

Symbolbild entomologische Sammlung. Bild: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, Thomas Lammertz
Symbolbild entomologische Sammlung. Bild: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, Thomas Lammertz

Umfangreiche Machbarkeitsstudie

Ob Krefelds Entomologische Sammlung zukünftig in das alte Stadtbad an die Neusser Straße einziehen könnte, soll eine umfangreiche Machbarkeitsstudie herausfinden. Anfang des Jahres hat die Stadt Krefeld für diese einen Förderantrag beim Bund gestellt, der nun positiv entschieden wurde: Im Kulturkapitel des Bundeshaushaltes 2022 ist eine Ausgabeermächtigung von 100.000 Euro vorgemerkt. Die Ausschreibung der Machbarkeitsstudie konnte dank eines förderunschädlichen Maßnahmenbeginns bereits vorab durchgeführt werden und endet in diesen Tagen. Nun wird das Zentrale Gebäudemanagement (ZGM) gemeinsam mit dem Geschäftsbereich für Planung, Bau- und Gebäudemanagement die Angebote entsprechend prüfen, bevor beauftragt werden kann. „Die Machbarkeitsstudie ist ein guter und notwendiger Schritt, um herauszufinden, ob und unter welchen Voraussetzungen aus unserer Idee am Ende feste Pläne werden können", sagt Rachid Jaghou als Leiter des ZGMs. „Das Stadtbad ist ein sehr komplexes Gebäude und die Entomologische Sammlung gleichzeitig umfassend. Wir müssen gut prüfen, ob beides zukunftsfähig zusammenpasst."

Ausstellungs- und Erlebnisort für Insekten-Biodiversität

In den ehemaligen medizinischen Bädern des Stadtbads sowie den Obergeschossen des Wohnhauses könnte die Sammlung des Vereins untergebracht werden und ein neuer Ort für wissenschaftliche Forschung und Lehrtätigkeit Raum finden. Außerdem wird geprüft, ob in der ehemaligen Damenhalle ein Ausstellungs- und Erlebnisort für Insekten-Biodiversität eingerichtet werden kann. Ziel ist es, die Entomologischen Sammlungen für eine breite Öffentlichkeit zugänglich zu machen und gleichzeitig für den Biodiversitätsschutz zu sensibilisieren. „Auf diese Weise würden außerdem Teile des Stadtbads als baukulturelles Denkmal einer sinnvollen, neuen Nutzung zugeführt. Wenn der Plan aufgeht, wäre das ein großer Gewinn für Krefeld," sagt Beigeordneter Marcus Beyer.

Zwei Millionen Insekten als Trockenpräparate

Die Stadt möchte damit dem Entomologischen Verein, der sich unter anderem durch seine Studie zum Insektensterben weltweit einen Namen gemacht hat, langfristig Räumlichkeiten zur Verfügung stellen. Zur Sammlung der ehrenamtlichen Forscher gehören inzwischen weit mehr als zwei Millionen Insekten als Trockenpräparate verteilt auf mehr als 7.000 Insektenkästen sowie das Herbarium des Niederrheins begründet von Hans Höppner, ein sehr umfangreiches Film- und Medienarchiv und eine Fachbibliothek.

Alternative Lösung

Die Suche nach einer zentral gelegenen, repräsentativen Unterbringung der Entomologischen Sammlung mit angemessenen Möglichkeiten, sie zu präsentieren, läuft schon lange. Ende des vergangenen Jahres hatte die Stadt dem Verein eine vorläufige Lösung präsentiert. Dieser hat inzwischen 1.700 Quadratmeter an der Magdeburger Straße bezogen. Das angemietete Gebäude verfügt über einen Lastenaufzug und wurde noch einmal baulich entsprechend den Anforderungen der Entomologen vom ZGM angepasst. Von Anfang an war geplant, dass das Gebäude nicht dauerhaft von den Entomologen genutzt werden soll, sondern eine alternative Lösung geschaffen wird.

Weitere Informationen zur Entwicklung des Stadtbads stellt die Stadt Krefeld online unter www.krefeld.de/stadtbad zur Verfügung.

 

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Grafik: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation

 

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