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Neue Corona-Schutzverordnung: Ausnahmen gelten für alle Geboosterte bei der 2G+-Regel

Veröffentlicht am: 13.01.2022

Das Land Nordrhein-Westfalen hat eine neue Coronaschutzverordnung veröffentlicht, die auch in Krefeld ab Donnerstag, 13. Januar, Gültigkeit hat. Die NRWLandesregierung setzt mit dieser Verordnung die Beschlüsse um, die auf der Ebene der Bund-Länder-Beratungen vor dem Hintergrund der Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus getroffen worden sind. Gesundheitsdezernentin Sabine Lauxen appelliert angesichts der stark steigenden Fallzahlen, die geltenden Hygiene- und Abstandsregeln einzuhalten und sich durch die Impfung ausreichend zu schützen. „Die Auswertung der bisherigen Omikron-Fälle in Krefeld zeigt bisher, dass geboosterte Personen sehr gut geschützt sind und nach einer Infektion entweder überhaupt keine Symptome oder allenfalls milde Symptome aufweisen", sagt Sabine Lauxen. „Wir haben ein umfassendes Impfangebot in Krefeld, ich bitte alle Bürgerinnen und Bürger, dies zu nutzen."

Die neue Coronaschutzverordnung gilt vorläufig bis zum 9. Februar 2022 und muss dann erneuert werden. Das sind die wichtigsten neuen Regeln für die Bürger im Überblick (Quelle: Land NRW, https://www.land.nrw/pressemitteilung/aenderung-der-coronaschutzverordnung-ausnahmen-von-der-testpflicht-fuer):

 

Wichtiges Schutzziel: Schutz der kritischen Infrastruktur

Der Expertenrat der Bundesregierung hat dringend vor einer Gefährdung der kritischen Infrastruktur durch eine Vielzahl von Personalausfällen (Infektionen und Quarantäne) gewarnt. Dies wird damit als Ziel der Verordnung auch klar benannt. Neben der beschlossenen Anpassung der Quarantäneregelungen ist dafür vor allem die Begrenzung der Gesamt-Infektionszahlen erforderlich, weshalb die Gesamtinzidenz neben der Hospitalisierungsinzidenz wieder ein wesentlicher Indikator für die Erforderlichkeit der Schutzmaßnahmen wird. Der Automatismus von Anpassungen von Schutzmaßnahmen bei Veränderungen der Hospitalisie-rungsinzidenz entfällt folgerichtig.

 

 

Die neue Coronaschutzverordnung gilt ab dem 13.01.2022

2G+ in der Gastronomie

Die Zugangsbeschränkung auf immunisierte Personen, die zusätzlich über einen aktuellen Test verfügen müssen, galt bislang bei der Sportausübung in Innenräumen, in Schwimmbädern und bei Wellnessangeboten. Ab dem 13. Januar 2022 gilt die Regel darüber hinaus auch in der Gastronomie, sofern sich die Nutzung nicht auf das bloße Abholen von Speisen und Getränken beschränkt. Hier müssen auch immunisierte Personen daher zukünftig zusätzlich einen aktuellen, negativen Schnelltestnachweis, der nicht älter als 24 Stunden ist, mit sich führen.

 

 

 

Die neue Coronaschutzverordnung gilt ab dem 13.01.2022

Ausnahme von der Testpflicht für geboosterte oder genesene Personen

Die zusätzliche Testpflicht in Bereichen, in denen 2G+ gilt, entfällt für immunisierte Personen, die zusätzlich zur vollständigen Grundimmunisierung (gemäß Bundesrecht) entweder über eine Auffrischungsimpfung verfügen oder in den letzten drei Monaten von einer Infektion genesen sind. Die Ausnahme gilt für alle Anwendungsbereiche von 2G+, also auch etwa für den Sport in Innenräumen. Sie gilt unmittelbar ab Erhalt der Auffrischungsimpfung.

 

 

 

Die neue Coronaschutzverordnung gilt ab dem 13.01.2022
Testungen vor Ort

An Orten, an denen ein Test für den Zutritt nötig ist (also bei 3G und bei 2G+), kann statt der Vorlage eines Testnachweises einer offiziellen Teststelle auch vor Ort beim Zutritt ein beaufsichtigter Selbsttest durchgeführt werden, so etwa beim Zutritt eines Fitnessstudios unter der Aufsicht des Empfangspersonals oder bei der Sportausübung unter der Aufsicht des Trainers/Übungsleiters. Dieser beaufsichtigte Selbsttest berechtigt ausschließlich zum Zutritt zum konkreten Angebot. Es kann von der Aufsichtsperson kein Testnachweis ausgestellt werden, mit dem auch andere Einrichtungen besucht werden könnten. Das können weiterhin nur die offiziellen Teststellen. Ob und in welcher Form eine Testung vor Ort angeboten wird, entscheidet der jeweilige Betreiber der Einrichtung.

 

 

 

Die neue Coronaschutzverordnung gilt ab dem 13.01.2022

Maskenpflicht

Wegen der deutlich höheren Infektiosität der Omikron-Variante werden die Ausnahmen von der Maskenpflicht reduziert und die Verpflichtung zum Tragen von medizinischen Masken ausgeweitet. Dies betrifft insbesondere die Wiedereinführung der Maskenpflicht in Warteschlangen im Freien und bei Veranstaltungen und Versammlungen, sofern für sie keine 3G- oder 2G-Zugangsregelung gilt.

 

 

 

Die neue Coronaschutzverordnung gilt ab dem 13.01.2022

Vereinheitlichung bei Großveranstaltungen

Bisher galt schon die Zuschauerobergrenze von 750 Personen für Großveranstaltungen. Dies gilt künftig einheitlich auch für überregionale Veranstaltungen wie Fußballspiele etc.

 

Regelungen zum Umgang mit Quarantäne

Bis Anfang nächster Woche ist mit der Anpassung der RKI-Empfehlungen zum Kontaktpersonenmanagement zu rechnen. Hierdurch werden unter anderem im Bereich Quarantäne bundeseinheitliche Maßstäbe zum Umgang mit geimpften, genesenen und geboosterten Personen gesetzt. Die Anpassung der Test- und Quarantäneverordnung des Landes erfolgt im Anschluss.

 

Was generell gilt

Die wichtigen AHA+L-Standards im Alltag bleiben für alle Menschen, unabhängig von ihrem Impfstatus, von großer Bedeutung. Neben einer eigenverantwortlichen Begrenzung der Kontakte, der Einhaltung der Hygienemaßnahmen und regelmäßigem Lüften sollte im Vorfeld von Zusammenkünften auch ein freiwilliger Schnelltest durchgeführt werden.

 

Die aktuelle Coronaschutzverordnung und viele weitere Infos stehen unter www.land.nrw/corona
Eine Sonderseite zum Coronavirus steht unter www.mags.nrw/coronavirus
Corona-Informationen in leichter Sprache: https://www.mags.nrw/coronavirus-leichtesprache