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Die Veranstaltungen des Niederrheinischen Literaturhauses Krefeld

Anmeldung immer frühestens 3 Wochen vorher per E-Mail an literaturhaus@krefeld.de


Es gelten die Bestimmungen der aktuellen Corona-Schutzverordnung

November

Mittwoch, 03. November, 19:30 Uhr
Karosh Taha: Im Bauch der Königin in der Reihe „Neustart!"
Ort: 35blumen, Zum Alten Grünen Weg, Zugang Westwall 80

10. bis 14. November
Lyrik macht Stadt. Das Festival
Ort: Krefelder Innenstadt


Vergangene Veranstaltungen

Förderhinweise

Der Literarische Sommer ist eine Kooperation von Niederrheinischem Literaturhaus und Mediothek. Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Literarischen Sommers.
Die Reihe „Neustart!" wird gefördert im Rahmen von „Neustart Kultur" der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien durch den Deutschen Literaturfonds e. V.
Das Vorlesefestival „Ohren aufgeklappt" ist eine Kooperation von Niederrheinischem Literaturhaus und Mediothek und wird gefördert vom Friedrich-Bödecker-Kreis NRW und dem Verein „Freunde und Förderer der Mediothek".

 

November


Karosh Taha: Im Bauch der Königin in der Reihe „Neustart!"

Mittwoch, 03. November, 19:30 Uhr
Ort: 35blumen, Zum Alten Grünen Weg, Zugang Westwall 80
Eintritt: 8 /5 Euro

Die Autorin Taha Karosh, Foto: Havin al-Sindy
Foto: Havin al-Sindy

Herkunft und Zukunft - damit hadern die drei Heranwachsenden Younes, Amal und Raffiq in Karosh Tahas zweitem Roman. Als Wendebuch angelegt, erzählt Im Bauch der Königin (Dumont) nicht nur aus zwei Perspektiven, sondern in zwei Versionen von Vorurteilen, Sehnsüchten und Selbstbehauptung in einer eingeschworenen Gemeinschaft.
Karosh Taha (*1987/Zaxo, Iran) lebt seit 1997 im Ruhrgebiet. Sie erhielt u. a. das Rolf-Dieter-Brinkmann-Stipendium und die Alfred-Döblin-Medaille.



Lyrik macht Stadt. Das Festival

10. bis 14. November
Ort: Krefelder Innenstadt

Die Krefelder Innenstadt wird zu einem lebendigen dreidimensionalen Hör-, Lese- und Schaubuch: Über Plakate, über auf den Boden gesprühte Verse, über Lautsprecher an Laternen und in Geschäften, über eine Filmstation und über Live-Aktionen am „Lyriksamstag" werden 21 Gedichte heutiger Autor:innen multimedial erlebbar.
In den Gedichten dreht sich alles um das Leben in der Innenstadt - zum Beispiel um (zu) späte Einwürfe in den Glascontainer, helmbewehrte Radfahrer:innen mit breiten Ellenbogen, nächtliche Ampeln, deren Lichter sich in Pfützen spiegeln, Heimatgefühle und Erfahrungen der Fremde. Die Gedichte sind erzählerisch und reich an Bildern - so bieten sie vielfache, unterschiedliche Perspektiven auf die Stadt - so wie ja auch jede:r Besucher:in die Stadt unterschiedlich betrachtet.
Weitere Informationen folgen bald!


Vergangene Veranstaltungen


Juni

Donnerstag, 24. Juni, 19:30 Uhr
Mechtild Borrmann: Glück hat einen langsamen Takt in der Reihe „Neustart!"
Ort: Niederrheinisches Literaturhaus, Garten, Gutenbergstraße 21

Die Autorin Mechtild Borrmann, Foto: Thomas Gebauer
Foto: Thomas Gebauer

Auf kleinem Raum große Geschichten erzählen - das ist Mechtild Borrmann im Band „Glück hat einen langsamen Takt" (Droemer Knaur) gelungen. Feinfühlig und präzise beschreibt sie in ihren Kurzgeschichten Entscheidungen, die das Leben ihrer Figuren für immer verändern.
Mechtild Borrmann (* 1960, aufgewachsen in Kleve, heute Bielefeld) erhielt für ihre Romane u. a. den Deutschen Krimi Preis und den französischen Publikumspreis Grand Prix des Lectrices.

Juli

Donnerstag, 08. Juli, 20:00 Uhr
Maria Peters: Die Dirigentin (Literarischer Sommer)
Ort: Theaterplatz

Portraitfoto von Maria Peters, Foto: Mark Uyl
Foto: Mark Uyl

New York, 1926. Willy Wolters hat nur einen Traum: Dirigentin eines großen Sinfonieorchesters zu werden. Ein absurder Traum, wie ihre stiefmütterlichen Adoptiveltern finden. Ein Ding der Unmöglichkeit, wie ihr auch der Rest der Gesellschaft der 1920er Jahre unmissverständlich klarmacht: Frauen gehören hinter dem Herd und in die Kinderstube. Doch Willy bleibt hartnäckig, entschlossen versucht sie ihre Leidenschaft zu leben und ihre Unabhängigkeit zu bestreiten.
Inspiriert von der wahren Geschichte der Dirigentin Antonia Brico wirft Maria Peters mit ihrem Debütroman gesellschaftliche Fragen auf, die heute so aktuell sind wie vor 100 Jahren. Ein Buch voll Lebensmut und Leidenschaft - für die Musik und andere große Lieben.
Maria Peters, geboren 1958, ist Drehbuchschreiberin und Regisseurin. Nach einer Vielzahl preisgekrönter Filmproduktionen, erschien 2018 ihr Film De dirigent über Leben und Werk Antonia Bricos. Diesen Stoff entwickelte Peters zu ihrem Debütroman weiter.

Donnerstag, 15. Juli, 20:00 Uhr
Laura Lichtblau: Schwarzpulver (Literarischer Sommer)
Ort: Fabrik Heeder, Innenhof

Die Autorin Laura Lichtblau, Foto: Katharina Woll
Foto: Katharina Woll

Es ist kalt geworden in Berlin, es ist die Zeit der Rauhnächte. Lautstarke Propaganda dominiert längst nicht mehr nur die Straßen der Hauptstadt, sondern die Politik des ganzen Landes. Und mittendrin taumeln drei Verlorengegangene, die plötzlich beginnen, sich Fragen zu stellen: Burschi, Charlie und Charlotte hadern mit Liebe, Lebensentwürfen und Loyalität in einem Staat, der Anderssein verteufelt und Unterdrückung befeuert.
Die Autorin entwirft in ihrem Debütroman eine urbane Dystopie, gespickt mit Ambivalenzen: skurril und doch erstaunlich realistisch, düster und leicht zugleich, dramatisch und doch nicht ohne Witz.
Laura Lichtblau, geboren 1985, lebt als freie Autorin und Übersetzerin in Berlin. Ihre Lyrik und kürzere Prosa wurden in zahlreichen Magazinen und Anthologien veröffentlicht. Schwarzpulver ist ihr erster Roman.


Donnerstag, 22. Juli, 20:00 Uhr
Rob van Essen: Der gute Sohn (Literarischer Sommer)
Ort: Shedhalle, Alte Samtweberei, Lewerentzstraße 104

Der Autor rob van Essen, Foto: Henri Verhoef
Foto: Henri Verhoef

Die nahe Zukunft: Zwei 60-jährige Männer begeben sich auf eine geheimnisvolle Mission, deren wahren Zweck nur einer von beiden kennt. Der andere, ein zwischen Meditationskurs und Groll gefangener Schriftsteller, hat vor Kurzem seine Mutter begraben. So beginnt eine kuriose Reise durch eine ungewohnte Welt mit bedingungslosem Grundeinkommen, gesprächigen selbstfahrenden Autos und ironischen Robotern.
Rob van Essen wirft in seinem Roman existenzielle Themen wie Tod, Altern, Erinnern und Vergessen auf - mit erfrischender Leichtigkeit und einer wohltuenden Portion trockenem Humor. Ein Buch voller bizarrer Begebenheiten und unerwarteter Wendungen, Dystopie, Thriller, autobiografisches Zeugnis und absurde Road-Novel zugleich.
Rob van Essen, geboren 1963, ist Schriftsteller, Übersetzer und Kritiker. Er gilt als literarischer Haudegen mit klarer Sprache und eigenwilligen Themen und ist eine feste Referenz zeitgenössischer niederländischer Literatur.


Donnerstag, 29. Juli, 20:00 Uhr
Sabine Peters: Ein wahrer Apfel leuchtete am Himmelszelt (Literarischer Sommer)
Ort: Wiese bei St. Matthias, Kirchstraße 1, Krefeld-Hohenbudberg

Die Autorin Sabine Peters, Foto: Jutta Schwöbel
Foto: Jutta Schwöbel

Marie lässt im Sandkasten die Welt entstehen. Sie wird ein Indianer, ein Auto, ein Esel, eine Glocke. Ein Bilderbogen über die profanen und magischen Erlebnisse einer Kindheit der 60er Jahre: Rangeleien unter Geschwistern, Urlaub mit der Familie in Holland, die schönsten Sommertage. Die Idylle ist immer gefährdet oder wird zum Zerrbild, Komik und Schrecken wechseln sich ab.
Sabine Peters beschreibt mit großer Intensität, unaufgeregt und phantasievoll das behütete Aufwachsen und erzählt dabei von Angst und Jubel, Zorn und Zuneigung, Autoritätshörigkeit und Widerspruchsgeist. Ein Geschichten- und Geschichtsbuch über die „Wohlstandsjahre" der Bundesrepublik, das schließlich in eine surreale Gegenwart springt; die Bilder reißen, bilden neue Muster und wirbeln davon.
Sabine Peters, geboren 1961, studierte Literaturwissenschaft, Politikwissenschaft und Philosophie in Hamburg. Neben Romanen, Erzählungen und Hörspielen schreibt sie auch Essays und Kritiken.

August

Was macht eigentlich... Liesel Willems? Preisträger:innen des Niederrheinischen Literaturpreises im Gespräch

Mittwoch, 18. August, 19:30 Uhr
Ort: Niederrheinisches Literaturhaus, Gutenbergstr. 21

Die Autorin Liesel Willems, Foto: privat
Foto: privat

2018 erhielt sie den Niederrheinischen Literaturpreis der Stadt Krefeld. Und schon jetzt die Frage, was seitdem geschehen ist? Es gibt gute Gründe. Vor kurzem ist Liesel Willems' neues Buch „Nachsicht. Fragen an den Vater" erschienen. Im Gespräch mit Thomas Hoeps wird es unter anderem um die Fährnisse biografischen Schreibens, das Verhältnis von Lyrik und Prosa und neue Projekte gehen.


Selim Özdogan: Der die Träume hört & Sascha Reh: Großes Kino in der Reihe „Neustart!"

Mittwoch, 25. August, 19:30 Uhr
Ort: Schlachtgarten, Dießemer Straße 9

Der Autor Selim Özdogan, Foto: Lucie Ella
Foto: Lucie Ella

Großstadt und Insel, Drogenhandel und Naturschutz, HipHop und gewaltfreie Kommunikation: Die Krimidebüts der erfahrenen Schriftsteller Selim Özdogan und Sascha Reh könnten unterschiedlicher kaum sein. Im Schlachtgarten trifft „Der die Träume hört" (Edition Nautilus), ein Roman über sozialen Aufstieg und verlorene Söhne, auf „Großes Kino" (Schöffling & Co.), eine Gangsterkomödie voll absurder Situationskomik.
Selim Özdogan (* 1971/Köln) veröffentlichte zahlreiche Bücher unterschiedlichster Genres, erhielt u. a. den Adelbert-von Chamisso-Preis, las beim Bachmann-Wettbewerb und stand mit „Der die Träume hört" auf der Longlist zum Crime Cologne Award. Sascha Reh (* 1974 in Duisburg, heute Berlin) erhielt für seine Werke u. a. den Niederrheinischen Literaturpreis der Stadt Krefeld und den Literaturpreis Ruhr.
Der Autor Sascha Reh, Foto: Ekaterina Zhershikova
Foto: Ekaterina Zershikova

September

Ohren aufgeklappt! Das Vorlesefestival für Kinder in Krefeld

14. bis 17. September
Ort: Mediothek & Literaturhaus

Illustration zu Ohren aufgeklappt!, Illustration: Horst Klein, Kreativfeld
Illustration: Horst Klein, Kreativfeld

Immer die richtigen Worte finden, ob zu Hause oder auf Reisen, mit Unbekannten oder mit den besten Freund:innen, in Sprachen, die man von klein auf spricht oder die man gerade erst lernt - darum soll es dieses Jahr beim Vorlesefestival „Ohren aufgeklappt" gehen. In vier Schullesungen, zwei öffentlichen Lesungen und einer Schreibwerkstatt ist das Publikum zwischen 6 und 13 Jahren eingeladen, Geschichten aus unterschiedlichsten Lebenswelten zu erkunden und schließlich auch selbst zum Stift zu greifen.

Die Lesungen am Nachmittag mit Andrea Karimé und Arzu Gürz Abay sind für alle offen. Anmeldungen werden ebenfalls unter literaturhaus@krefeld.de entgegen genommen. Mehr Informationen zur Schreibwerkstatt mit Aygen-Sibel Çelik finden Sie hier.

Mittwoch, 15. September, 15:00 Uhr
Andrea Karimé: Kalim Baba und die Wörterlampe (Picus Verlag)
Ort: Mediothek, Theaterplatz 2
Eintritt: frei
Alter: ab 6 Jahren

Kalim Baba ist ratlos. Sonst weiß er immer, welche Wörter einen Streit schlichten, doch als die Königin von Mäusopotamien ihn um Hilfe bittet, um den Kampf mit den Etwas Eckigen Legomanen zu beenden, fällt ihm nichts ein. Da entdeckt er in einem abgelegenen Turm das Kalimlarium: Ein Zimmer mit allen Wörtern der Welt!
Andrea Karimé schreibt poetische interkulturelle Kinderbücher und bietet mehrsprachige Schreibwerkstätten für Kinder ab 8 Jahren an. Ihr Buch „King kommt noch" wurde 2018 mit dem Kinderbuchpreis des Landes NRW ausgezeichnet.

Freitag, 17. September, 15:00 Uhr
Arzu Gürz Abay: Mias Geschenk / Mia'nin hediyesi (Fizzy Lemon Publishing)
Ort: Mediothek, Theaterplatz 2
Eintritt: frei
Alter: ab 6 Jahren

Mia und Olaf sind beste Freunde und gehen in dieselbe Klasse. Am liebsten lassen die beiden Olafs Gleitflugzeug fliegen. Als Olafs Familie eines Tages beschließt, in eine andere Stadt zu ziehen sind die beiden Kinder traurig. Wie können sie Freunde bleiben, wenn sie sich nicht mehr sehen können? Einfühlsam erzählt Arzu Gürz Abay in ihrem neuen Buch auf Deutsch und Türkisch von Vertrauen und Freundschaft.
Arzu Gürz Abay verfasst mehrsprachige Bücher für Kinder in Vor- und Grundschule, die unter anderem von „Stiftung Lesen" und „Kolibri - Kulturelle Vielfalt in Kinder- und Jugendbüchern" empfohlen werden. 2019 erhielt sie den Premierenpreis der Leipziger Buchmesse.

Elsa Koester: Couscous mit Zimt in der Reihe „Neustart!"

Mittwoch, 15. September, 19:30 Uhr
Ort: Südbahnhof, Stadtterrasse, Saumstraße 9

Die Autorin Elsa Koester, Foto: Susanne Schleyer
Foto: Susanne Schleyer

Großmutter Lucile ist tot, Mutter Marie liegt im Sterben und Tochter Lisa bleibt mit einer Wohnung in der Pariser Avenue de Flandre zurück. „Couscous mit Zimt" (Frankfurter Verlagsanstalt) erzählt von drei starken Frauen aus drei Generationen und ihrem Leben zwischen Tunesien, Paris und Berlin.
Elsa Koester wurde 1984 als Tochter einer französischen Pied-noir mit tunesischer Kolonialgeschichte und eines norddeutschen Friesen mit US-amerikanischer Auswanderungsgeschichte in Berlin geboren. Heute ist sie politische Redakteurin der Wochenzeitung Der Freitag. „Couscous mit Zimt" ist ihr Debütroman.
Partnerprojekt: Ein Jahr lang setzten sich Krefelderinnen unterschiedlicher Herkunft in der VHS Krefeld/Neukirchen-Vluyn in einer Kulturwerkstatt mit dem Leben ihrer Mütter und Großmütter auseinander. Ihre Ergebnisse sind vom 12.9. bis zum 8.10. in einer Ausstellung in der VHS, Von der Leyen-Platz 2, zu besichtigen. Ein anregender Überblick über Geschichte und Familiengeschichte, Traditionen und kulturelle Identitäten.

verschoben - neuer Termin wird noch bekanntgegeben
Ulrich Peltzer: Das bist du in der Reihe „Neustart!"

Mittwoch, 29. September, 19:30 Uhr
Ort: Kaiser Wilhelm Museum, Innenhof, Joseph-Beuys-Platz 1
Eintritt: 8 /5 Euro

Der Autor Ulrich Peltzer, Foto: Astrid Busch
Foto: Astrid Busch

Im Kreuzberg der frühen Achtziger kann jedes Wort, jedes Bild, jeder Klang Tür zu einer neuen Welt sein. Ulrich Peltzer, einer der avanciertesten deutschen Schriftsteller, hat mit „Das bist du" (S. Fischer) einen Liebes- und Künstlerroman vorgelegt, der sowohl von einer amour fou erzählt, der man atemlos folgt, als auch inspirierend Literatur & Leben reflektiert: wozu schreibt man, wie geht Erinnerung, und: wer schreibt da? Hören und reden wir also über exterritoriale Experimentierräume, Coolness & Unsicherheit, euphorische Ich-Findung & fragmentierte Realitäten.
Ulrich Peltzer (* 1956/Krefeld) lebt seit 1975 in Berlin. Er wurde vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Peter-Weiss-Preis, der Frankfurter Poetik-Dozentur und dem Niederrheinischen Literaturpreis.