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Bodenordnung und städtebauliche Maßnahmen

Umlegungsgebiet in Hüls, vorher und nachher

Zu den Aufgaben der Abteilung zählen:

 

Bodenordnung

Bodenordnung bezeichnet die (hoheitliche) Umgestaltung von Grund und Boden und deren Eigentums- und Besitzverhältnisse, um planungsrechtliche Ziele umsetzen zu können. Hierbei wird zwischen Bodenordnung im ländlichen und Bodenordnung im städtischen Raum unterschieden. Im ländlichen Räum wird eine Flurbereinigung beziehungsweise Flurneuordnung (gesetzliche Grundlage ist dasFlurbereinigungsgesetz [FlurbG]) und im städtischen Bereich eine Umlegung (gesetzliche Grundlage: Baugesetzbuch [BauGB]) durchgeführt.

Für Informationen, Fragen und Kontaktangaben besuchen Sie bitte unsere Seite des Umlegungsausschusses

 

Städtebauliche Maßnahmen

Unter städtebaulichen Maßnahmen sind allgemein Verfahren oder Aktivitäten zu verstehen, die eine Strukturverbesserung oder -anpassung der gegebenen Verhältnisse an die von der Stadt entwickelte Zielsetzungen beinhalten. Ziel dabei ist generell, die Stadt nach gesunden Wohn- und Arbeitsverhältnissen weiter zu entwickeln und ein lebenswertes Umfeld zu schaffen.

Verfahrenstechnisch werden im Sinne dieses Zieles die folgenden Maßnahmen in der Abteilung bearbeitet.

Die städtebauliche Sanierungsmaßnahme

Die städtebauliche Sanierungsmaßnahme (SSM) ist eine Maßnahme in Stadt und Land, durch die ein Gebiet zur Behebung städtebaulicher Missstände wesentlich verbessert oder umgestaltet wird. Die SSM ist ein sachliches, räumliches und zeitliches Sonderrecht, welches aus koordinierten und aufeinander abgestimmten (vorbereiteten und zügig durchgeführten) Einzelmaßnahmen besteht.

Vom Beschluss bis zur Aufhebung der Maßnahme

Städtebauliche Entwicklungsmaßnahme

Bei der städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme als einem weiteren Instrument für eine großräumige Grundstücksneuordnung ist die Gemeinde grundsätzlich verpflichtet, alle Grundstücke im Entwicklungsbereich zu erwerben und gegebenenfalls zu enteignen. Nach erfolgter Neuordnung und Erschließung ist die Gemeinde zu einer Veräußerung der Grundstücke an Bauwillige unter Berücksichtigung weiter Kreise der Bevölkerung verpflichtet. Es handelt sich bei der städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme um ein Zwischenerwerbsverfahren.

Vom Beschluss bis zur Aufhebung der Maßnahme

 

Widmung und Einziehung öffentlicher Straßen und Wege

Um Rechtssicherheit für öffentliche Straßen, Wege und Plätze zu erlangen, werden sie im Auftrag des Fachbereiches Stadt- und Verkehrsplanung öffentlich gewidmet oder eingezogen. Eine Widmung ist eine Allgemeinverfügung, durch die Straßen, Wege und Plätze die Eigenschaft einer „öffentlichen Straße" erhalten. Die Widmung wird öffentlich bekannt gemacht. Durch die Widmung wird der Gebrauch der Straße jedermann gestattet (Gemeingebrauch) und die Straße in eine Straßengruppe eingestuft. In der Widmung kann auch geregelt werden, dass Verkehrsflächen nur eingeschränkt öffentlich genutzt werden dürfen (Fußgänger- oder Radfahrerverkehr). Ein Beispiel für eine Teileinziehung ist die Umwandlung einer bisher für den öffentlichen Verkehr gewidmeten Straße zu einer Fußgängerzone.

 

Planfeststellungsverfahren

Bei einem Planfeststellungsverfahren handelt es sich um ein förmliches Verwaltungsverfahren für größere konkrete Vorhaben in der Infrastruktur (zum Beispiel dem Bau oder der Erweiterung von Auto-, Eisen- oder auch Stadtbahnen, Flugplätzen, Deponien, Leitungstrassen oder Gewässerausbauten).

Diese Planungen und Ausbauten berühren bei und durch ihre Erstellung eine große Menge an öffentlichen wie auch zumeist eine Vielzahl an privaten Interessen. Der Ablauf des Verfahrens ist in den Fachplanungsgesetzen (zum Beispiel dem Bundesfernstraßengesetz) und allgemein in den Verwaltungsverfahrensgesetzen des Bundes oder der Länder geregelt.

Zu den Aufgaben gehören insbesondere:

  • Mitwirkung bei der Planfeststellung nach Bundes- und Landesrecht
  • Offenlage von Plänen anderer Behörden
  • Koordinierung der Stellungnahmen der Stadt Krefeld, sofern nicht der Fachbereich Umwelt- und Verbraucherschutz zuständig ist

 

Allgemeine grundstücksbezogener Ordnungsmaßnahmen

Straßenlandabtretungen

Je nach örtlicher Lage des Grundstückes sind die Straßen und Wege zur öffentlichen Erschließung noch nicht endgültig hergestellt. Damit die zukünftigen öffentlichen Verkehrsflächen in den Besitz der Stadt Krefeld gelangen, wird eine Straßenlandabtretung durchgeführt.

Straßenlandrückübertragungen

Gleiches gilt für aufgegebene (Straßen-)Planungen. Um die nicht mehr benötigten Flächen in Privatbesitz zu überführen, werden Straßenlandrückübertragungen durchgeführt.

Weitere Aufgaben

Um Planungen zu unterstützen oder/und zu ermöglichen werden von der Abteilung weitere Aufgaben übernommen:

  • Erteilung von Mehrwertverzichtserklärungen
  • Erteilung von Löschungsbewilligungen
  • Erteilung von Vorrangeinräumungen

 

Energetische Sanierung

Abgrenzung des Gebietes des energetischen Sanierungsmanagements

Die Stadt Krefeld hat das Büro Jung Stadtkonzepte mit dem dreijährigen Sanierungsmanagement für das Quartier Krefeld-Südweststadt beauftragt.

Grundlage für das Sanierungsmanagement ist das integrierte energetische Quartierskonzept, das 2016 im Auftrag der Stadt Krefeld erstellt wurde und Potenziale im Quartier aufzeigt.

Aufgabe des Sanierungsmanagements ist es, Akteure und Bewohner im Quartier zu aktivieren und Projekte in die Umsetzung zu bringen.

Ziele des Sanierungsmanagements sind in diesem Zusammenhang unter anderem:

  • die Energetische Sanierung von Gebäuden im Quartier voranzutreiben
  • die Energieversorgung mit erneuerbaren Energien zu fördern
  • Aufenthaltsqualitäten im Quartier zu erhöhen
  • klimaschonende Entscheidungen im Alltag zu fördern
  • Rahmenbedingungen und Angebote für nachhaltige Mobilität zu schaffen

Hierzu werden gezielte Beratungsangebote für die Akteure und Bewohner im Quartier durch das Sanierungsmanagement geschaffen.

Weitere Informationen, Fragen und Ansprechpartner sind zu finden auf Energetisches Sanierungsmanagement Südweststadt

Kontakt

Wichtig: Derzeit die Verwaltung bitte nur nach Terminvereinbarung aufsuchen!

Frank Rühle

Abteilungsleiter

Telefon: 0 21 51 / 86-3812

E-Mail: frank.ruehle@krefeld.de

Zimmer 204

Anschrift

Vermessungs- und Katasterwesen

Friedrichstraße 25

47798 Krefeld