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Gestaltung

Die folgenden Varianten zeigen auf, in welchem Rahmen Verteilerkästen gestaltet werden können. Sie dürfen Ihrer Kreativität freien Lauf lassen, aber die Umgebung sollte immer mitgedacht werden. Die Varianten und Beispielfotos sollen Ihnen dabei helfen, Ideen für die Gestaltung zu sammeln und sich mit der Umgebung Ihres Kastens auseinander zu setzen.

Variante 1: Integration in die Umgebung

Viele Schaltkästen stehen an Hauswänden, die jeweils unterschiedliches Mauerwerk haben und verschiedene Wandfarben oder sogar Muster zeigen. Manchmal ist es auch eine Mauer, ein Zaun oder grünes Gebüsch, was sich an dieser Stelle dahinter versteckt. Wenn ein Schaltkasten an einem Standort also lieber in den Hintergrund treten soll, anstatt betont hervorgehoben zu werden, dann bietet sich eine tarnende Bemalung an. Der Kasten verschmilzt mit dem Hintergrund, sodass er unsichtbar erscheint. So kann auch ein Verteilerkasten zumindest augenscheinlich im Einklang mit der Natur stehen. Darüber hinaus gibt es dabei die Möglichkeit, weitere imaginäre Elemente in dem Bild zu platzieren, die sich eigentlich nicht hinter dem Kasten verbergen, sich aber in die Landschaft oder den Hintergrund einfügen. Das kann beispielsweise ein Fahrrad sein, das an der tatsächlich vorhanden Mauer oder dem Zaun lehnt, oder ein Tier, das darüber läuft. Auch blühende Pflanzen oder Ähnliches eignen sich dafür, sowie auch ganz andere fantasievolle Ergänzungen, denen kaum Grenzen gesetzt sind.

Collage Schaltkasten Platz an der Alten Kirche

Variante 2: Ästhetische oder thematische Einbettung in das Straßenbild

Ganz anders als bei der vorigen Technik können hier die Schaltkästen auch etwas Neues abbilden, das sich jedoch auch in das Gesamtbild einfügen soll. Auch hier kann mit Naturelementen oder anderen abgebildeten Materialien wie Stein oder Mustern gearbeitet werden, die von der Umgebung inspiriert und abgeleitet sind. Es können auch grafische Elemente, die sich auf Gebäuden oder in der Umgebung befinden, auf dem Kasten auftauchen und hervorgehoben werden. Ob sich dabei abstrakte Formen oder eher realistisch dargestellte Elemente anbieten, wie rankendes Grün oder Ähnliches, hängt ganz von der Umgebung ab. Die Gestaltung des Schaltkastens lässt sich von der Ästhetik des Straßenbildes ableiten.

Die Gestaltung kann auch aus der Umgebung abgeleitet werden, ohne sich direkt auf sichtbare Elemente zu beziehen, dafür aber auf thematische oder inhaltliche Aspekte der Umgebung. Damit sind beispielsweise in der Nähe liegende Vereine, Institutionen oder Geschäfte gemeint. So können auch ganz konkrete Gegenstände oder Gebäude abgebildet werden, die inhaltlich mit ihrer Umgebung und deren Angeboten im Zusammenhang stehen. Diese können auf Themen oder Gebäude hinweisen, dürfen aber keine direkten Werbeträger sein. Damit ist gemeint, dass keine Firmenlogos oder Ähnliches als Abbildung in Frage kommen, aber in der Nähe einer Eisdiele möglichweise die Abbildung einer gefüllten Eiswaffel verwendet wird. Unser Beispiel bezieht sich auf ein Taubenhaus als Unterschlupf für die Stadttauben, welches sich im unmittelbarem Umfeld des Schaltkastens befindet. Diese Gestaltungsvariante lädt zum Entdecken der Umgebung ein oder kann Informationen vermitteln.

Entwurfsbeispiel Schaltkasten am Taubenhaus von Birk Hoffmann

Variante 3: Die Geschichte eines Ortes aufgreifen

Ob ich als Krefelder BürgerIn durch die Stadt laufe oder auch als TouristIn - was sich hinter den Straßenzügen an Historie verbirgt, ist für viele ein Geheimnis. Schaltkästen können auch etwas abbilden, das auf die Geschichte dieses Ortes oder eines naheliegenden Gebäudes hinweist, wie beispielsweise Bilder von historisch relevanten Gebäuden oder Persönlichkeiten. Sie können auch einen Verweis auf eine digitale Fortsetzung mit weiteren Informationen enthalten. So können Vorbeilaufende dazu angeregt werden, etwas über die Stadt zu lernen oder in Erinnerungen einzutauchen.

Schaltkasten auf dem Rathaus Vorplatz