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Die Themen der "Smart City"

Die Smart City umfasst praktisch alle Aspekte des Lebens in der Stadt. Neue Technologien durchdringen zunehmend alle Lebensbereiche und sind aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Daher ist es unser Ziel, bei der Betrachtung der Smart City alle Bereiche in den Blick zu nehmen.

Bei der Definition von Zielen in den einzelnen Themenfeldern ("Wie soll die Smart City Krefeld aussehen?") können wir auf vielfältige Grundsatzentscheidungen und Leitlinien der Krefelder Politik zurückgreifen, die festlegen, wie unsere Stadt gestaltet werden soll. Die Smart City soll nunmehr dabei helfen, mit vernetzten, intelligenten und vielfach technologiegestützen Ansätzen die Stadt der Zukunft entlang dieser Leitlinien zu gestalten.

Viele gute Ideen und Konzepte mit Relevanz für eine Smart City wurden und werden in Krefeld bereits umgesetzt. Im Smart City-Prozess sollen nun weitere Ideen entwickelt werden unter Einbezug möglicht vieler Akteure. Die unterschiedlichen Themenfelder sollen darüber hinaus in einer gemeinsamen Strategie mit abgestimmten Zielen miteinander verwoben und so die Ressourcen bestmöglich genutzt werden.

Weitere Informationen zum Thema finden Sie in der aktuellen Ausgabe des Business Insider.

Im Folgenden skizzieren wir beispielhaft einige Themenfelder.

Smart Mobility / Intelligente Mobilität

Stadtverwaltung und städtische Tochterunternehmen fühlen sich der Umwelt und dem Klimaschutz verpflichtet. Mit der „sauberen Flotte" setzen die SWK Krefeld und ihre Tochterunternehmen auf E-Mobilität mit zukunftsweisenden Antrieben. Die Stadtverwaltung setzt ebenfalls vermehrt auf die Nutzung von Elektromobilität für ihre Dienstfahrzeuge. Die Herausforderung der Zukunft ist es vor allem, die Verkehrsträger optimal für die Nutzer miteinander zu vernetzen und mit neuen Angeboten attraktive Alternativen zu schaffen. Hier sind die Stadtwerke Krefeld vielfältig aktiv, beispielsweise mit dem On-Demand-Elektroauto-Service "SWCar" oder dem E-Roller-Sharing-Angebot KRuiser.

Ganz neu (Dezember 2020) ist das Forschungsprojekt „MobilitätsWerkStadt 2025" durch die SWK Mobil GmbH in Kooperation mit dem SWK E²Institut der Hochschule Niederrhein: Hier wird untersucht, wie ein optimaler Einsatz von autonomen Bussen in Krefeld aussehen könnte. Ziel ist es, ein multimodales Verkehrsangebot aus der vorhandenen Infrastruktur mit konventionellen Bussen und Straßenbahnen sowie einer neuen autonomen Kleinbusflotte zu entwickeln. Bei gleichen Fahrpreisen soll so mehr Mobilität angeboten werden. Wir sind gespannt auf die Ergebnisse! Weitere Details gibt es hier: Hochschule Niederrhein.

Smart Living & Education / Leben und Lernen in der Stadt der Zukunft

Die Förderung der Bildung ist ein zentrales Thema in der Smart City. Gute Bildung bietet die Voraussetzung, mit den Herausforderungen der Zukunft angemessen umzugehen - auch und gerade im technologischen Bereich. Gleichzeitig ist in der „Smart City" auch der soziale Aspekt von hoher Bedeutung. Es muss verhindert werden, dass die positiven Entwicklungen nur einseitig bestimmten Gruppen in der Stadt zu Gute kommen. In Krefeld passiert bereits Einiges, um im Bereich Bildung Impulse für die Smart City zu setzen. Darunter der KReathon Krefeld oder die CodingSchool Niederrhein. Außerdem unterstützt seit 2018 das Zentrum für digitale Lernwelten die Digitalisierung in unseren Schulen. Bei KReate Future etnwickeln Schüler:innen Ideen für das Krefeld für Morgen. 2021 geht das Format in eine neue, digitale, Runde.

Wie man mit digitalen, smarten Lösungen auf aktuelle Probleme reagieren und dabei IT-Kenntnisse verbessern kann, zeigt ein Programmierprojekt am Gymnasium Horkesgath: Dort programmierten Schülerinnen und Schüler eines Informatikkures ein Musterprogramm zur Verwaltung von Tischbelegungen mit Kontaktadressen für Gaststätten zu Coronazeiten.

Smart Environment / Intelligente Energieversorgung & Nachhaltigkeit

Die Themen „Smart City" und „Green City" hängen eng miteinander zusammen. Während die Bevölkerungszahlen im ländlichen Bereich rückläufig sind, wachsen die Einwohnerzahlen in den Städten. Städte müssen daher intelligente Konzepte zu Energie- und Umweltfragen entwickeln, die Antworten auf diese Entwicklung geben. Ressourcenschonender Energieverbrauch und Umwelt sind zentrale Herausforderungen der Zukunft angesichts des Klimawandelns. „Smarte" Lösungen sollen bei der Klimawandelprävention und der Klimafolgenanpassung unterstützen.

Wir beschäftigen uns bereits mit der Frage, wie wir den klimawandelgebeutelten städtischen Bäumen helfen können in einem interessanten deutsch-niederländischen Projekt "Tree Mania": Ziel ist die Verbesserung der Lebens- und Wachstumsbedingungen von Bäumen insbesondere in innerstädtischen Lagen. Mit weiterhin zu erwartenden heißen und extrem trockenen Monaten haben die Bäume weitere Schwierigkeiten zu meistern, um sich im Stadtgebiet zu behaupten. Deshalb sollen die Lebensbedingungen verbessert werden. Dazu setzt der KBK nun digitale Technologien und Sensorik zur Erforschung besserer Standortbedingungen und neuer Bewässerungskonzepte ein. So hilft uns die Digitalisierung, das innerstädtische Grün zukünftigt noch eiffizienter zu hegen und zu pflegen und so weiter ein lebenswerteres, grüneres Stadtgefühl zu schaffen.

Smart Economy & Smart Transportation / Intelligente Wirtschaft und Warentransport der Zukunft

Die Digitalisierung liefert auch im Bereich Wirtschaft viele Impulse und ermöglicht eine Flexibilisierung der Arbeits- und Produktionsbedingungen und neue Dienstleistungen. Diese Veränderungen haben ganz unterschiedliche Auswirkungen. Es eröffnen sich neue Möglichkeiten, wie neue Geschäftsmodelle, aber auch neue Herausforderungen, zum Beispiel durch das massiv erhöhte Paketaufkommen aus Online-Bestellungen. Diese Auswirkungen sind dann eben auch "räumlich" für unsere Bürgerinnen und Bürger erlebbar. Wir müssen die Chancen daraus nutzen und die damit verbundenen Herausforderungen lösen, um Krefeld für das wissens- und technologiebasierte Wirtschaften der Zukunft aufzustellen. Wir möchten, dass Wissen und Wertschöpfung vor Ort bleiben und in der Samt- und Seidenstadt wirksam werden. Dafür suchen wir den Dialog mit der Wirtschaft und der Wissenschaft. (siehe auch: Aktionsplan Wirtschaft für Krefeld) und wollen gemeinsam innovative Ideen voranbringen.

Der Warentransport stellt zukünftigt eine der wichtigsten Herausforderungen da. Angesichts von quantitaitven (Paketmenge) als auch qualitativen (Lieferzeiten, individualisierte Produkte) Entwicklungen stoßen die bisherigen Transportwege vielfach an Grenzen. Im Projekt "Smart Park City Hub" sollen hierfür Lösungen entwickelnt werden: In den außerhalb der Stadt gelegenen SmartPark City Hubs, sollen Güter gebündelt und auf der letzten Meile in die Innenstädte mit nachhaltigen Verkehrsmitteln transportiert werden. Moderne Logistik-Innovationen wie die Kombination aus Verteilzentren und Lastenrädern sollen genutzt werden. Wie das im Detail aussehen kann, wird im Projekt erforscht. Die Entwicklung des Konzeptes ist ein Gemeinschaftsprojekt der Hochschule Niederrhein, der Universität Duisburg-Essen und der Ruhr-Universität Bochum und wird mit Hilfe von Teilnehmern aus der freien Wirtschaft über ein offenes Innovation-Lab optimiert.

 

Kontakt

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Markus Lewitzki

Telefon: 0 21 51 / 86- 1085

E-Mail: markus.lewitzki@krefeld.de

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47798 Krefeld